Germans / Deutsche in Amerika

Portraitfotografie von Gunter Klötzer

Die Protagonisten der Ausstellung "Germans – Deutsche in Amerika" haben alle eins gemeinsam: Sie sind in Deutschland aufgewachsen und in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Der in Berlin lebende Initiator des Projekts, Gunter Klötzer, hat über 120 deutsche Auswanderer besucht, sie portraitiert und zu ihren Beweggründen, die Heimat zu verlassen, befragt. Geprägt von beiden Gesellschaften verfügen sie über einen Erfahrungsschatz, der zum besseren Verständnis aktueller Prozesse hierzulande einen Beitrag leisten kann. Das Spektrum der Portraitierten reicht dabei von jung bis alt, von arm bis reich, von hoffnungsvoll bis desillusioniert, vom jüdischen Emigranten auf Long Island bis zum Graffi tiKünstler in der Bronx. Immer wieder geht es in den Schilderungen des "neuen" Lebens der Emigranten um Fragen der Identität und Zugehörigkeit.

Die Thematik "Heimat" wird aus einer ungewöhnlichen Sichtweise heraus betrachtet und diskutiert. Die Portraits wirken klassisch und modern zugleich. Sie sind dezidiert der gegenwärtigen Ästhetik verpflichtet. In Motivwahl, Komposition und Bildpsychologie werden die Regeln der aktuellen inszenierten Fotografie beherrscht, wird das scheinbar Spontane und Hintergründige zur Devise erhoben. Die Ausstellung war zuvor u.a. im Deutschen Haus der New York University, der Deutschen Botschaft in Washington D.C., dem Stadthaus Ulm und der Villa Kobe in Halle/Saale zu sehen.

 

Germans / Deutsche in Amerika