direktorenvilla

Direktorenvilla klassischeSammlung SammlungHuelsmann

1865 wurde die herrschaftliche Villa im Ravensberger Park erbaut. Sie liegt in zentraler Sichtachse zum Hauptgebäude der zehn Jahre zuvor gegründeten Ravensberger Spinnerei. Mehr als 100 Jahre diente sie dem jeweiligen Direktor der Fabrik als Wohnsitz. Mit der Aufgabe des Produktionsstandortes 1969, verloren auch die Gebäude der Fabrik ihre ursprüngliche Bestimmung. In Bielefeld erkannte man jedoch den großartigen Wert der Industriearchitektur und entschied sich für eine sinnvolle Umnutzungspolitik. Heute ist die Ravensberger Spinnerei und das dazugehörige Parkgelände nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt und Kleinod der Bielefelder Industriegeschichte, sondern auch ein abwechslungsreicher Kulturort. Nachdem zunächst die Volkshochschule und das Historische Museum der Stadt in die ehemaligen Produktionshallen einzogen, fand mit dem Einzug der Sammlung Huelsmann im Jahre 1993 auch die Direktorenvilla ihre neue Bestimmung. Im Sommer 1995 öffnete das Museum Huelsmann: Auf einer Präsentationsfläche von ca. 650 qm, verteilt auf vier Stockwerken, werden die verschiedenen Sammlungen präsentiert. Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss werden die Exponate in spezifischen Epochenräumen von der Renaissance bis zum Klassizismus thematisch zusammengefasst.  Gold- und Silberschmiedekunst, Keramiken, Bronzen, Metallgerät, Tapisserien und Mobiliar aus über 400 Jahren europäischer Kunst- und Kulturgeschichte sind hier vertreten. Im Untergeschoss können die Besucher die erstaunliche Sammlung an wissenschaftlichem Gerät, insbesondere Sonnenuhren entdecken. Außerdem findet sich hier ein Glaskabinett und eine Schatzkammer mit Objekten aus Edel- und Halbedelsteinen, Elfenbein, Bernstein, Perlmutter und Schildpatt, die einen Eindruck einer fürstlichen Sammlung vergangener Tage vermittelt. Ein weiterer Sammlungskomplex ist die hochkarätige Asiatica Sammlung, ebenfall im Untergeschoss. Das Dachgeschoss ist in vollem Umfang der Sammlung Homann gewidmet.

Mit der kontinuierlichen Fortführung der Sammlung und der stetigen Erweiterung um Kunst und Design ab 1900 wurde schnell der Bedarf nach einer Ausstellungsfläche für eine Sammlung der Moderne deutlich. Diese und zahlreiche Sonderausstellungen finden heute ihren Platz in der Turmvilla ...