Prachtvolles Tafelsilber, vielfach höfischer Provenienz, wertvolles Porzellan sowie Gläser, Tapisserien, Möbel und Gemälde erwarten den Besucher und vermitteln ihm ein Gefühl für die hochstehende Ausstattungs- und Festkultur zu Zeiten von Renaissance, Barock und Klassizismus. Ein Schatzkammergewölbe, ferner ein Raum mit wissenschaftlichen Instrumenten und Sonnenuhren krönen den Eindruck einer reichen Sammlung europäischen Kunsthandwerks aus über fünf Jahrhunderten. Auch das Gebiet asiatischer Kunst wird mit zahlreichen markanten Werken (u. a. kleinasiatische und chinesische Keramik, japanische Bronzen) angesprochen.

 

Als vorrangiges Ziel galt es zunächst, die prachtvolle Kunstsammlung des Stifterehepaares Huelsmann einem breiten Publikum bewusst zu machen, Interesse zu wecken an meisterhaft gestalteten Werken des europäischen Kunsthandwerks. Im Blickpunkt standen dabei nicht nur die für ein Museum der angewandten Kunst traditionell wichtigen Aspekte der Material- und Fertigungsgeschichte, sondern stets auch die Bedeutung der kostbaren Gegenstände im Sinne von Funktion, Gebrauch, Zeremoniell und inhaltlicher, sinnstiftender Botschaft. Die Aufgabe der Museumsarbeit liegt darin, zwischen Historie und Gegenwart zu vermitteln, somit Brücken zu bauen von längst vergangenen Zeiten hin zu den Gegebenheiten heutiger Zeit und dabei nicht nur die Unterschiede, sondern überraschende Gemeinsamkeiten zu entdecken, fortlaufende Traditionslinien aufzuzeigen und damit auch eigenes Tun und Handeln erklärbar zu machen.